Nov 26

Ja. Aber… Bevor es aber an die Details geht, zunächst ein paar Worte zum Vokabular.

Penguin-Update - was ist darunter zu verstehen?

Mit dem Penguin-Update ist eine Abstrafung durch Google gemeint, die sich in deutlichen Abstrichen der Sichtbarkeit in den Suchresultaten äußert. Erteilt wird sie wegen miesen Linkaufbaus, d.h wegen eines Überwiegens von eingehenden Links, die gegen die Google-Webmaster-Richtlinien verstoßen. Und in diesen steht z.B. drin, dass man keine Links kaufen und verkaufen soll. Auch Linknetzwerke sind überhaupt nicht gern gesehen und ebensowenig Blogspam. Vor allem, wenn eine Seite nur durch unnatürlichen Linkaufbau stark geworden ist, es ihr aber sonst ganz deutlich an Qualität mangelt, ist dies Google ein Dorn im Auge. Seit dem Penguin-Update sind die Suchmaschinen-Robots nun noch viel besser in der Lage, ein solches Vorgehen zu detektieren und dagegen mit Abwertung einzuschreiten.

Wann sollte man überhaupt mit Linkabbau reagieren?

Die in der Überschrift implizit angesprochene, sich an eine Penalty anschließende Verfahrensweise wäre nun, miese Links so schnell wie möglich abzubauen. Denn das tut das Disavow-Tool, da es deklarierte eingehende Links für ungültig erklärt. Das ist aber nur sinnvoll, wenn man sich überhaupt ganz sicher ist, dass der Sichtbarkeitsverlust auf so eine Google-Strafe zurückzuführen ist. Genauso könnte ein “einfacher” Algorithmenwechsel schuld daran sein, und dann würde ein Linkabbau - und somit auch der Einsatz des Tools - noch zusätzlich schaden. Sicher sein kann man aber nur, wenn man entweder schon einen “blauen Brief” von Google in Händen hält oder eine Nachricht in den WMTs empfangen hat, oder sich noch daran erinnert, ehedem viel Geld für sehr unnatürlichen Linkaufbau an zwielichtige SEOs bezahlt zu haben.

Und wenn man denn doch Links abbauen will - geht das nun schnell und effektiv mit dem Disavow-Tool?

Auch hier gilt: “Natürlich” ist am besten. Idealerweise entfernt man die als schlecht identifizierten Links zunächst per Hand. Denn sogar Google selbst rät zur Vorsicht im Umgang mit dem Disvow-Tool, das überhaupt nur in die Hände von Fachleuten gehöre.

Gleichzeitig sollte man einen natürlichen Linkaufbau in Angriff nehmen - denn selbst, wenn man der Penalty dann entkommen ist, fehlen wahrscheinlich die Pagerank vererbenden guten Links. Aber ja, man entkommt der Strafe, indem man z.B. ein paar Wochen, nachdem man die meisten unerwünschten Links per Hand und dann vielleicht noch einige ganz hartnäckige mit dem Tool deaktiviert hat, über die Webmastertools einen Reconsideration Request stellt. Es dauert einige weitere Wochen, bis dieser bearbeitet ist, und wenn man währenddessen mit guten Inhalten sinnvolle Links auf sich gezogen hat, sollte danach die Welt wieder in Ordnung sein.

Mehr dazu bei rerank.de.